Segelyacht John B. logoNeuester Eintrag Zufälliger Eintrag
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Zurück an Bord

Datum:
Montag, 17. August 2026

Uhrzeit:
20:48 Uhr

Ort:
St. Miguel

Koordinaten:
28°1.251'N, 16°36.716'W

Reisetag:
301

Crew:
Diane und Jürgen

Wetter:
heiter

Seegang:
0.1m

Wind:
2 - 15 kts

Autor(in):
Jürgen Trost

Nordatlantik in Sicht

Das Taxi braucht knappe 10 Minuten vom Flugplatz bis zur Marina. Die schweren Koffer, voll mit nautischem und nicht so nautischem Equipment sind schnell aus dem Kofferraum gewuchtet. Wir machen uns gespannt wie Schülerin und Schüler nach den Sommerferien auf zu John B.'s Liegeplatz. Zunächst sehen wir nur den Mast mit seinem charakteristischen Ensemble aus Radar, Radarhalter und Horn. John B. liegt noch an seinem Platz. Wir sehen die blaue Plane, mit der wir John B. für den Urlaub vor der UV-Strahlung schützen wollten. Die Plane sieht gut aus, es hat also keinen schweren Sturm gegeben. Die Magnetkarte öffnet den Weg zum Steg, noch 50m bis zum Liegeplatz und dann liegt John B. eingepackt vor uns. Alles sieht gut aus, keine defekten Festmacher, Fender an ihrem Platz, das Dinghi schaukelt friedlich an den Davits. Mit einem leisen Seufzer löst sich eine Spannung, über die wir nicht geprochen hatten, die sich aber mit der Vorbereitung der Rückreise leise auf unsere Seelen gelegt hatte.

Bis auf eine dicke Schicht Saharastaub vor allem auf der Plane aber eben auch auf jedem ungeschützten Teil der Yacht finden wir nichts was unsere Stimmung trübt, wir sind wieder in einem geliebten Zuhause angekommen.

Um 5:00 Uhr hatte der Wecker geklingelt und um 5:45 Uhr saßen wir im Auto. Unsere liebe Lisa wollte uns zum Flugplatz nach Frankfurt bringen, was uns eine Übernachtung in Frankfurt erspart hat. Fahrt, Parken im morgentlichen Chaos am Flughafen und Gepäckabgabe verliefen ohne Pannen, so dass wir mit reichlich Reserve die Sicherheitskontrolle erreichten. Diese verlief gerad wie beim letzten Flug von Frankfurt erstaunlich. Nachdem wir die Kontrolle flugs hinter uns gebracht hatten, folgten wir der Beschilderung zum Gate und wurden aus der Sicherheitszone geführt und mußten dann ein zweites Mal sicherheitsgeprüft werden. Es gibt da eine auf die Trosts abgestimmte Falle, weil weder andere Passagiere uns folgten, noch das Personal erklären konnte, wie so etwas geschehen kann. 

Für dieses zweimal erlebte Verlaufen wurden wir durch einen sehr angenehmen Flug mit einem den Umständen angemessenen Mittagsmahl entschädigt. Die Ankunft auf den Kanaren hatte seinen besonderen Reiz, weil wir alle Inseln kannten und mit den Küstenlinien Erinnerungen verbanden. 

An Bord angekommen wurde zunächst der Wasserschlauch ausgepackt und der größte Teil des Saharastaubs von Bord gespült. Nachdem die Plane abgebaut war, lag John B. wieder in seiner Pracht vor uns. Das milde Abendlicht, die Meeresluft, das sanfte Streifen mit der Hand über das Ruder verheißen, dass bald schon die Motoren brummen werden und uns behutsam durch die Hafenausfahrt in die Welt schieben werden. 

Schlagworte: Unterwegs

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