Der heutige Tag, der erste Tag des Jahres 2026, war sehr aufregend. Talitha hat uns verlassen und Lukas, unser Bord- und Wachhund hat sie begleitet.
Auf den vielen kleinen und mittleren Schlägen von Emden bis in den Süden Teneriffas ging es Lukas mit uns und uns mit Lukas gut. Für wirklich lange Schläge, die nun bald vor uns liegen sollen, glauben wir, dass Lukas unterwegs nicht genug Bewegung bekommen wird, so dass wir nach einem Hundesitter gesucht haben. Talitha ist in die Bresche gesprungen. So muss Lukas seine erste Flugreise antreten und wir haben große Sorge, dass die Reise eine große Beanspruchung für Lukas wird.
Jürgen war bereits um 9 Uhr mit dem Uber zum Flughafen gefahren, um unser Fahrzeug für den Transport - ein Citroën C3 - abzuholen, die Autovermietungen in der Nähe hatten keine passenden Autos zur Verfügung. Glücklicherweise passte die Flugtransportbox perfekt, Lukas freute sich, dass er mitfahren durfte, und mit uns Dreien und Talithas Rucksack war jeder Kubikzentimeter ausgefüllt.
Für Flugreisen mit Hunden gibt es strikte Vorschriften für den Transport. Die sogenannte IATA-konforme Transportbox hatten wir bereits in Portugal gekauft und erfreulicherweise hatte Lukas sie bald als sicheren Schlafplatz angenommen. Von Lisa, der Tierärztin der Familie, hatten wir Beruhigungstabletten für Hunde bekommen mit genauen Anweisungen, wann und wie sie zu verabreichen seien. An einem Tag hatten wir die Dosis getestet und genau dokumentiert, wie die Wirkung war. Eine Stunde vor dem Abflug wollten wir Lukas heute die Tablette verabreichen. Vom Parkplatz am Flughafen schafften wir es gerade vor Starkregen und Sturm ins Gebäude. Der geplante Entspannungsspaziergang musste ausfallen, stattdessen wurde Lukas von vielen Passanten bewundernd angeschaut, was ihm gar nicht gefiel. In einer ruhigeren Ecke warteten wir gemeinsam und versuchten ihn zu beruhigen. Glücklicherweise hatte Talitha alles perfekt vorbereitet, das Flughafenpersonal war mit den Unterlagen, dem Hund und der Box zufrieden und Talitha durfte den schläfrigen Lukas sogar in den Securitybereich begleiten.
Nun waren wir allein, fuhren zurück zum Hafen und verfolgten im Flugradar den Status des Fliegers. Der Flug verspätete sich um fast eine Stunde, vielleicht wegen des Wetters, wir konnten von unserem Liegeplatz sehen, dass immer noch Landungen vorgezogen wurden. Hoffentlich hielt die Wirkung des Beruhigungsmittels lange genug an.
10 Tage hatten wir uns gemeinsam darauf vorbereitet, dass unser pfiffiger Freund nun bei Talitha zu Hause sein sollte. Schon bei Talithas Ankunft hatte Lukas sich gefreut, sie in der Menschenmenge in der Flughafen-Ankunftshalle zu entdecken. Er genoss es, dass Talitha ausgiebige Spaziergänge mit ihm machte, ihm neue Kunststücke beibrachte, ihn gerne und oft knuddelte und immer Zeit für ihn hatte. Gestern hatten wir alles für die Reise vorbereitet und waren noch zum Sylvesteressen in einem nahegelegenen Restaurant. Und heute ist Talitha gut mit Lukas in Düsseldorf gelandet und sie wurden von Christian glücklich in Empfang genommen. Die Fotos zeigen sehr zu unserer Erleichterung einen unaufgeregten aber aufmerksamen Hund.
Letztendlich hat also alles wie erhofft geklappt. Schutzengel waren mal wieder einige im Einsatz und heute abend lesen wir: Die Losung für den Monat Januar. Es ist der Bibelvers, der auf Plattdeutsch in Grafenberg über unserer Eingangstür steht.