Segelyacht John B. logoNeuester Eintrag Zufälliger Eintrag
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Biskaya 2/3

Datum:
Donnerstag, 25. September 2025

Uhrzeit:
23:59 Uhr

Ort:
Biskaya

Koordinaten:
45°21.527'N, 6°43.538'W

Reisetag:
46

Crew:
Diane und Jürgen

Wetter:
heiter

Seegang:
1.5 - 2.0m

Wind:
10 - 14 kts

Autor(in):
Jürgen Trost

Schaffen wir es in Seeroutine zu fallen?

Jürgen hatte die erste Hundewache (0:00 - 04:00 Uhr) übernommen und war bei der Ablösung entsprechend platt. Entsprechend ging es Diane mit der zweiten Hundewache (04:00 - 08:00 Uhr). Für Jürgen war die kurze Zeit bis 08:00 Uhr wie ein Jungbrunnen. Geistige Kräfte, wenn man davon sprechen darf, waren zurück und der Tatendrang entwickelte sich. Diane konnte sich eine Auszeit gönnen, während Jürgen sich an die Reparatur des Segels machte. Eine Verbindung zwischen Mast und Großsegel (Mastrutscher) hatte sich ja beim Einholen des Segels gelöst. Die Ursache war schnell gefunden. Der verantwortliche Bolzen war aus seinen Halterungen gerutscht.

Aber unser Schutzengel hatte dafür gesorgt, dass der Bolzen nicht mit einem ungehörten "Plopp" im Atlantik verschwunden war, sondern die ganze Nacht über vom nächsten Mastrutscher gehalten wurde. Mit diesem Bolzen war das Segel in einer Viertelstunde repariert, ohne ihn hätten wir das Segel nicht reparieren können.

Beide Segel werden gesetzt und John B. macht gute Fahrt bei milden Konditionen.  Auf dem Rechner konnten wir beobachten, dass auch andere Yachten ihre Freude an dem freundlichen Wetter hatten.

Aber halt! Wieso waren auf der ganzen Biskaya nur Schiffe in der Nähe von John B. zu sehen? Die Erklärung ist die Reichweite des AIS-Systems. Mit seiner Installation auf dem Mast hat unser System eine Reichweite von ca. 30 sm, d.h. wir können nur Schiffe wahrnehmen, die sich in einem Radius von 30 sm um die John B. aufhalten. Die vielen anderen Schiffe bleiben dem Blick unseres Bordrechners verborgen.

Die gute Fahrt war nicht der einzige Höhepunkt an diesem Tag. Diane beobachtete wie immer sorgsam das Meer und sah sie auch als Erste: Delfine an Backbordseite. Zunächst waren sie auch dort, dann fuhren wir tatsächlich in einer ganzen Schule von Delfinen. Sie schwammen von hinten an, zogen meist in Gruppen von 3 bis 5 Tieren an John B. vorbei und setzen sich  dann an den Bug, legten sich zur Seite, damit sie ihr Publikum auf dem Vordeck sehen konnten und ließen dann die nächsten an diese Stelle. Beim auf die Seite legen konnten wir gut die Färbung der Tiere erkennen und sie als "gemeine Delfine" (Delphinus delphis) bestimmen. Dieses Zusammentreffen mit den Meeressäugern wird wohl immer wieder für uns ein ganz besonderes Erlebnis bleiben.

Es war ein sehr harmonischer Tag auf See. Für die Nachtfahrt beschließen wir das Großsegel einzuholen, weil wir stärkeren Wind befürchten und ein Manöver im Dunkel möglichst vermeiden. Nur das Vorsegel macht aber immerhin noch 5-6 kts, wir sind zufrieden. 

 

Schlagworte: Unterwegs Delfine Berühmte Seegebiete

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