Landfall
Mit der bekannten Müdigkeit nach den Nachtwachen beginnt unser dritter Tag auf der Biskaya. Diane schläft am frühen Morgen und Jürgen lässt das Schiff mit dem Setting für die Nacht laufen.
Nachdem aber auch Diane wieder auf den Beinen war, wurden bei vielversprechenden 12 - 16 kts Wind wieder beide Segel (1. Reff) gesetzt und, wie es die Atanga-Crew vor vielen Jahren ausdrückte, die Rauschefahrt begann. Die Fahrt war so gut, dass gegen 12:00 Uhr eine Welle, um Mitfahrgelegenheit bittend, versuchte, ins Cockpit einzusteigen. Bis auf Seewasserspritzer ringsum blieb von diesem Ereignis aber nichts zurück. Mit 7 - 8 kts Fahrt ging's Richtung Spanien. Kurs, Wind und Segel waren stabil und wie im Fluge zogen die Seemeilen dahin. Und dann endlich, um 15:48 Uhr, sehen wir die Küste Galiciens: "Land in Sicht".
Mit der Küste vor Augen meinen wir doch jetzt sofort da zu sein; aber auch die letzten Seemeilen wollen gesegelt sein. Wir sehen noch einmal durch unsere Unterlagen und finden die WhatsApp-Adresse des Hafenmeisters. Auch wenn sonst meist nicht nötig, melden wir die John B. an und sichern uns, wie wir später sehen, den letzten Liegeplatz. Um 18:50 Uhr macht die John B. mit einer sichtbar müden, aber glücklichen Crew fest. Mit einem Blick auf die Stadt und die galicischen Berge versichern wir uns, dass wir es tatsächlich geschafft haben.
Nachtrag: Recht genau mit dem Einlaufen in Viveiro, unserem Hafen, haben wir die ersten 1000 sm erreicht.