Heute haben wir noch unser Mietauto und ich habe einen Ausflug zu besonders schönen Orten der Insel geplant. Noch ist der höchste Berg Spaniens wolkenverhangen und vom Hafen aus nicht zu sehen. Wir fahren zunächst an der Westküste - der Costa Adeje - entlang durch das Dorf Tamaimo und werden gleich mit einem Regenbogen belohnt. Der Wind weht heute aus Nordwest, das nutzen etliche Gleitschirmflieger aus. Zudem führt es dazu, dass die Wolken nach Osten wandern und hoffentlich später die Sicht auf die Berge erlaubt. Durch enge kurvenreiche Straßen fährt uns Jürgen sicher hinunter bis zum Puerto de Los Gigantes. Hier haben wir eine herrliche Aussicht auf die Nachbarinsel La Gomera, die berühmten Klippen - mit Regenbogen - und den schwarzen Strand (dies hält die Deutschen nicht vom Sandburgenbauen ab).
Mit unserem kleinen wendigen Auto geht es nun wieder hinauf und über eine gut ausgebaute zweispurige Straße zum Teide. Der seit 2007 als Weltnaturerbe ausgezeichnete Teide Nationalpark ist der größte Nationalpark der Kanarischen Inseln. Das spektakuläre Vulkanmassiv bildet mit der Caldera das Zentrum der Insel Teneriffa. Bald sind wir über den Wolken und sehen von weitem die schneebedeckte Kuppe, bewundern die Hochebene und die erkalteten Lavaströme, die nach dem Ausbruch des Vulkans Pico Viejo im Jahr 1798 noch gut zu erkennen sind. Merkwürdige Gesteinsformationen säumen den Weg und wir erreichen schließlich den Parkplatz für die Teide-Seilbahn. Wenn der Gipfel frei von Schnee ist, kann man mit der Seilbahn bis auf 3555 Meter fahren.
Auf dem Rückweg nehmen wir die östlichere Route durch ausgedehnte Kiefernwälder und in Richtung San Miguel sehen wir von oben auf die terrassenförmigen Anbaugebiete nahe der Südküste.