Ein wunderbarer Seetag
Von unserer Ankerbucht in Mogán bis Las Galletas sind es ungefähr 50 Seemeilen, die Wettervorhersage sagt moderate Winde und sonniges Wetter voraus. Der Tag verspricht, ein Seglertraum zu werden. Wir denken an die Düsenwirkung zwischen den Inseln und erwarten einige Knoten Segelwind mehr als in der Wettervorhersage. Sollte es aber wenig Wind geben, werden wir vielleicht 10 Stunden benötigen. Deshalb machen wir uns früh auf.
Der Anker geht um halb 8 Uhr auf, kurz danach ist das Großsegel gesetzt und der Backbordmotor dreht zum Einlaufen mit 2500 Umdrehungen pro Minute und schiebt uns auf den Atlantik. Bis sich die Westküste Gran Canarias mit großartigen Ansichten verabschiedet, hält sich der Wind zurück. Aber dann in dem Augenblick als Gran Canaria keinen Windschatten mehr gewährt, meldet sich der Wind mit 14 bis 17kts und John B. läuft zwischen 7 und 8kts. Wir haben kaum Seegang und pflügen durch die Fluten. Die Düse wirkt wie vorhergesehen, wir erleben bis 25 kts mit dem ersten Reff im Großsegel und auf 50% reduzierter Fock. Und John B. läuft weiter mit 8kts bis kurz vor Teneriffa. Kurz vor der Ankerbucht bei Las Galletas fällt das Großsegel und wir finden auf 7 bis 8m bei sandigem Ankergrund schnell ein Plätzchen für die Nacht. Mit mehr als 7kts im Durchschnitt war das ein Rekordtag.